AKTUELLES


Wir gratulieren der Stipendiatin der Elisabeth-Käsemann-Stiftung, Dr. Sophia Gerke, herzlich zur Veröffentlichung ihrer Dissertation über die deutschen Opfer der argentinischen Militärdiktatur.


Buch Verhaftet und Verschwunden



Plantamos Memoria

Plantamos Memoria

Zum Gedenken an den 45. Jahrestag des Militärputsches in Argentinien am 24. März nimmt die Elisabeth-Käsemann-Stiftung an der argentinischen Aktion "Erinnerung und Leben pflanzen" teil und pflanzt im Garten der Elisabeth-Käsemann-Stiftung einen Kirschlorbeerstrauch. Gemeinsam mit Argentinien trauern wir um die Opfer der Diktatur.



Denkmal
Denkmal für die Ermordeten Juden Europas in Berlin
© dpa/pa



"Austausch zur Erinnerung."
Bericht über die internationale, von der Elisabeth-Käsemann-Stiftung organisierten, Konferenz "Spaces of Memory".
https://www.deutschland.de/de/topic/wissen/erinnerungskultur-lateinamerika-und-europa-im-austausch



Webinar "SPACES OF MEMORY"
19.01.2021. 14:00 -16:30
Hier anschauen


Cover Buch Past and Future

Forschungsprojekt von Lina Gómez Núñez


Forschungsprojekt von Lina Gómez Núñez

Forschungsprojekt von Lina Gómez Núñez

Erinnerungsarbeit mit Kindern der Opfer von Gewalt und Vertreibung in Kolumbien
San Rafael ist eine kleine Gemeinde in Antioquia, Kolumbien. Die Gegend ist reich an Bodenschätzen, außerdem ist ein Wasserkraftwerk von nationaler Bedeutung in der Region angesiedelt. Vor allem wegen der Minen war die Gemeinde für die Guerillagruppen von beträchtlichem Interesse. Die Bewohner von San Rafael litten daher jahrzehntelang besonders unter dem gewaltsamen Konflikt in Kolumbien. Die Menschen wurden von gewaltsamen Akteuren der FARC, ELN oder anderen Gruppen terrorisiert. Der Ort wurde zeitweise besetzt, deren Bewohner in ihren Häusern festgehalten, zur Arbeit für die Besatzer oder zu Geldzahlungen gezwungen. Viele Menschen wurden misshandelt, entführt und hingerichtet, bei Kämpfen oder Anschlägen getötet oder waren zur Flucht gezwungen. Die bewaffneten Gruppen rekrutierten auch Bewohner der Gemeinden als Kämpfer, darunter viele Minderjährige. Nach jahrzehntelangem Terror kam die Region erst ab Ende 2009 durch eine Militärintervention zur Ruhe. 95% der heutigen Einwohner von San Rafael sind Opfer des Konflikts.

Lina Gómez Núñez führt im Rahmen ihrer Masterarbeit, die von der Elisabeth-Käsemann-Stiftung unterstützt wird, ein Forschungsprojekt durch, das sich mit den Erinnerungen von Kindern der Opfer auseinandersetzt, welche die Gewalttaten selbst jedoch nicht direkt erlebt haben. Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass solche Erfahrungen unbewusst an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Den Kindern soll daher die Möglichkeit gegeben werden, die eigenen Erfahrungen über das von den Eltern Erlebte in einer sicheren Umgebung verarbeiten zu können. Dafür wurde ein Workshop in San Rafael und ein weiterer in Argelia (beide Departamento Antioquia, Kolumbien) mit jeweils etwa 20 Kindern veranstaltet. In diesen Workshops konnten die Kinder unter anderem durch gemeinsames Musizieren, Malen und Zeichnen ihre Eindrücke verarbeiten.


Quellen:
https://www.nzz.ch/international/minenraeumung-in-kolumbien-das-grosse-aufraeumen-ld.137411, aufgerufen am 03.11.20
https://www.journal-fuer-psychologie.de/index.php/jfp/article/view/268/310, aufgerufen am 03.11.20



Conference proceedings of the 3rd Symposium of the Elisabeth Käsemann Foundation 2019 in Buenos Aires published.

Cover Buch Past and Future

There are several legal instruments societies can apply in coming to terms with crimes against humanity. But is there an 'ideal concept', or do the nature of the crimes and the political and cultural frameworks require concepts to deal with the past depending on national context?

Available here: https://www.nomos-shop.de/titel/past-and-future-id-88226/


Unser neuer Praktikant stellt sich vor

David Roth,

Hallo,
mein Name ist David Roth, ich bin Student der Sozialwissenschaften an der Universität Stuttgart und neuer Praktikant der Elisabeth Käsemann Stiftung. In den nächsten sechs Wochen werde ich Frau Weitbrecht und ihr Team bei der Arbeit der Stiftung unterstützen. Im Mittelpunkt steht unter anderem das Gedenkprojekt für das ehemalige Geheim- und Folterlager "El Vesubio" in Buenos Aires. Meine Aufgabe wird es sein, die Schicksale der europäischen Opfer dieses Lagers sichtbar zu machen, um einen Raum für ein transnationales, kollektives Gedächtnis auf europäisch-argentinischer Ebene zu schaffen.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit!






 

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